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Start in den September - heuer und einst

Die ersten Septembertage, und damit der Beginn des
meteorologischen und klimatologischen Herbstes, erinnerten in
diesem Jahr, wer mag es nicht bemerkt haben, tatsächlich an die
fortgeschrittene Jahreszeit. Höchstwerte zwischen 16 und 23
Grad - das ist eher durchschnittlich. Dass es auch anders geht,
beweist der Blick ein Jahr zurück. So begann der erste
Herbstmonat im vergangenen Jahr teils mit Dekadenrekorden (für
die ersten 10 Tage des Monats), an einigen Stationen gar mit
Rekorden für den ganzen September. Dabei stieg die Temperatur
bei einer kräftigen südlichen Strömung abgesehen vom Westen und
Nordwesten Deutschlands verbreitet auf Werte um oder gar über
30 Grad. Selbst in etwas höheren Lagen, wie beispielsweise in
Kempten im Allgäu, wurde am Monatsersten des Septembers 2009
ein Höchstwert von stolzen 30,3 Grad registriert, bislang ein
Allzeithoch für diesen Monat. Doch auch nach unten hin ist
immer noch Luft. Am 7. September 1984 wurden in weiten
Landesteilen nur Höchstwerte meist zwischen 9 und 15 Grad
gemessen, lediglich nach Osten hin war es etwas milder.

Am markantesten zeigte sich der Einfluss der Ende August
eingeflossenen Kaltluft übrigens auf der Zugspitze. Dort gab es
fast in der ganzen zweiten Augusthälfte bis zum 28. nur
klägliche Schneereste. Dann kamen Kaltluft und Niederschläge,
und am Morgen des 29. wurde eine dünne Schneedecke von 7 cm
gemessen, 24 Stunden später waren es dann 15 cm und nochmals
einen Tag später lagen stolze 60 cm der weißen Pracht auf
Deutschlands höchstem Gipfel.

Bleibt noch ein Ausblick auf die kommenden Tage. Nach aktuellem
Stand wird sich das Hoch namens HELMUT zum Sonntag hin über
Südskandinavien noch etwas verstärken, so dass der Wochenbeginn
in großen Teilen Deutschlands in kühler Nordostströmung zwar
freundlich, aber etwas frisch ausfällt. Nur nach Osten hin
können noch vereinzelte Schauer auftreten. Ab Dienstag rücken
uns dann von Südwesten her wieder atlantische Fronten auf die
Pelle, so dass es um die Wochenmitte herum fortschreitend von
Südwest nach Nordost auch wieder ziemlich nass werden kann.

Dipl.-Phys. Ansgar Engel
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale

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Vielen Dank an den Deutschen Wetterdienst für die Bereitstellung der Artikel.
 
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